Karibu Stage 2017

Karibu heißt "Willkommen" auf Suaheli. Im Sinne einer „Open Stage“ bietet die Karibu Stage mitten im Afrikadorf tagsüber viel Spannung und Unterhaltung - Filme, Diskussionsrunden, Storytelling,
Akrobatik und zum Tagesausklang Jam Sessions im intimen Rahmen, persönlich und interaktiv. Das aktuelle Programm, Gäste und Artists werden täglich bei der Bühne angekündigt, den großen Überblick gibt’s hier. Für die Karibu Stage verantwortlich ist auch heuer wieder Globalista: grenzüberschreitende Kulturarbeit & Forschung (www.globalista.net).

Filmprogramm
DO, 13. Juli – SA, 15. Juli, 12:00 und 16:30

Das Filmprogramm findet wieder in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque Afrique statt. Mittags warten wir entspannte Kinder- und Jugendfilme aus Afrika auf, während nachmittags die Leinwand für kritische FilmemacherInnen offen ist. In Timbuctu, dem Meisterwerk von Abderrahmane Sissako, stellen wir uns auf subtile Weise dem islamistischen Terror in Mali, mit God Loves Uganda bekommt homophobe Verfolgung ein US-evangelikales Missionsgesicht.

Karibu Watoto – Kids
DO, 13. Juli – SA, 15. Juli, 10:00 – 12:00, SO, 16. Juli, 10:00 – 11:00

Bühne auf für die Kinder! Wir starten in den Tag mit Capoeira für Kinder. Anschließend erzählt Tormenta Jobarteh, der bei den Mande Griots aus Gambia die große Kunst des Storytellings gelernt hat, spannende und lustige Geschichten.

Globalista Livingroom – Musikwohnzimmer
DO, 13. Juli – SA, 15. Juli, 14:00 und 18:00

Musik spüren, KünstlerInnen kennen lernen, ganz nah dran sein. Im globalista livingroom sagt die brasilianische Singer/Songwriterin Celia Mara "karibu" zu ihren KollegInnen. Am Nachmittag stellen die Artists sich und ihre Projekte ganz persönlich vor. Am Abend begibt sich Celia Mara mit ihren KollegInnen gemeinsam in musikalische Zwischenwelten. Sie präsentieren frisch Erprobtes, diskutieren und entdecken Musik und Inhalte, die verbinden. Angesagt haben sich schon DJ / Producer Michael Osayande aka 3gga, Karim Thiam Mr. Ambassador, der Griot Keba Cissokho und SueMe & The Sumarah Collective.

Dorfgespräche
DO, 13. Juli – SA, 15. Juli, 15:00 – 16:30

Erfahrungsaustausch: wir diskutieren wie Religion, Glaube und Spiritualität die Zivilgesellschaft prägen. Impulse setzt der Künstler Wolfgang Friedrich Denk, der Einblicke in das spannende Leben der Österreicherin Susanne Wenger gibt, die 60 Jahre als Yoruba-Priesterin, Künstlerin, Philosophin und Grenzgängerin in Nigeria lebte.
Mit Maah Keita, Bassistin der Band Takeifa, wollen wir moderne und traditionelle afrikanische Gesellschaften aus dem Blickwinkel der Albinos analysieren – wie Aberglaube Gewalt und Missbrauch an ganzen Bevölkerungsgruppen auslösen kann und was für Auswege es gibt.
Albuelo Gualcala, Großvater des Volkes der Muisca in Kolumbien, wird uns das schöne Denken näher bringen – wie wir die Sprache der AhnInnen verstehen lernen können und ihre Lehren in unser Leben einbinden.
Die Ausbreitung der evangelikalen Freikirchen in Afrika und der Diaspora und deren Konsequenzen auf die Gesellschaftsordnung stehen genauso zur Diskussion wie ein Erfahrungsaustausch mit
den Pioneers of Change zum gesellschaftlichen Wandel.
Wir freuen uns auf ein As-salamu 'alaikum - eine Begegnung mit dem Islam und seinen vielfältigen Traditionen wie zB. den Baye Fall.

Baibai KASUMAMA & Gran Finale!

SO, 16. Juli, 11:00 – 12:30

Ein kleiner Rückblick - am Sonntag Vormittag präsentieren die Workshop TeilnehmerInnen und KursleiterInnen ihre Arbeit.

SO, 14:00 –16:00
Zum Abschluß holen wir uns noch einen richtigen „Kulturrausch“ – eine Sambada de Coco. Da wird getrommelt, getanzt, gesungen, geklatscht, gelacht… und altes Wissen mit neuem Leben gefüllt. Gemeinsam mit Sängerin und Percussionistin Mãe Beth de Oxum und ihrer elfköpfigen Gruppe Coco de Umbigada aus Recife in Nordost Brasilien zelebrieren wir zum Ausklang von KASUMAMA globalen, kulturellen Widerstand. Viva!